Project Euler – Mathematische Probleme lösen

1. Januar 2009 von zimon

Project Euler ist eine Sammlung von über 200 mathematischen Problemen, die man durch kleine Scripte oder Programme lösen kann.

Es kommen regelmäßig neue Probleme hinzu.

Um die Aufgaben zu lösen sind nicht unbedingt tiefere mathematische Kenntnisse notwendig, aber einige Grundlagen sollte man schon mitbringen. Vieles kann man auch (z.B. bei Wikipedia) nachschlagen.

Ich mag die Seite um ein wenig zu knobeln, seine Programmierfähigkeiten aufzufrischen oder zu verbessern. Für den absoluten Programmieranfänger ists teilweise recht schwer, vor allem wegen den Optimierungen (siehe unten). Zum Erlernen einer neuen Sprache hat sich Project Euler für mich als ungünstig erwiesen, da man meist nur die simpelsten Konstrukte einer Sprache (Schleifen, Verzweigungen, Arrays…) braucht.

In welcher Sprache man die Aufgaben löst ist egal. Man kann sogar viele (wenn nicht alle) Aufgaben nur mit Stift und Papier oder Matheprogrammen lösen.

Für jede Aufabe sollte das geschriebene Programm nicht länger als eine Minute laufen, das heißt man muss häufig seine Programme optimieren oder andere Ansätze wählen.

Ich persönlich löse die Aufgaben mit perl, da es imho die dafür geeignetste Sprache ist (mal abgesehen von Matlab, Mathematica… was jedoch keine wirklichen Programmier- oder Scriptsprachen sind).

Noch ein paar Tipps:

  • Die Aufgaben brauchen nicht in der Reihenfolge gelöst werden.
  • Für Primzahlaufgaben eignet sich am besten die Musterlösung von Aufgabe 7 für die isprim Funktion, diese kann man also zuerst lösen und dann im PDF die Musterlösung nachschlagen.
  • Für einige Probleme gibt es Mathematische Gesetzmäßigkeiten, Algorithmen oder Lösungsmöglichkeiten nach denen man mal suchen kann (z.B. Teileranzahlfunktion).

Und hier der Link:
http://projecteuler.net

Qalc Taschenrechner in vim einbinden

31. Dezember 2008 von zimon

Diesen Tipp habe ich von einem guten Kollegen von mir bekommen:

Man kann auch den (kommandozeilenbasierten) Taschenrechner qalc in vim benutzen. Ein paar Zeilen in der .vimrc und schon kann man einen Rechenterm im visuellen Modus (mit v zu erreichen) markieren. Mit F5 wird er durch das von qalc errechnete Ergebnis ersetzt.

qalc muss installiert sein und folgende Zeilen müssen in die .vimrc eingefügt werden:

" qalc Einbindung. Aufgabe Markieren und dann F5 drücken
vnoremap <F5> "ey:call Qalc()
function! Qalc()
    let @e = substitute (@e, "\n", "", "g")
    let @e = substitute (@e, '\s*$', "", "g")
    if @e =~ "=$"
        let @e = substitute (@e, '=$', "", "")
    endif
    let @e = escape (@e, '*()')
    let answer = substitute (system ("echo " . @e . " \| qalc -t"), "\s*&gt;", "", "g")
    let answer = substitute (answer, "\s*\n\s*", "","g")
    let answer = substitute (answer, "\n", "","g")
    let answer = substitute (answer, '\s*$', "", "g")
    let answer = substitute (answer, '^\s*', "", "g")
    exec "normal gvs" . answer
endfunction

Update: Da ich Teilweise Probleme mit dem alten Mapping `c hatte (was ja auch einer Markierung entsprechen kann), habe ich es nun auf F5 gelegt.

Ubuntu Switcher – Videoanleitungen

29. Dezember 2008 von zimon

Auf Ubuntu Switcher werden Videoanleitungen für Ubuntu gesammelt.

Es werden vor allem Einsteigerthemen wie die Installation oder Grundlagen des GNOME-Desktops behandelt.

Es werden einige Programme und deren Bedienung vorgestellt.

Auch Hardwarekonfiguration wie WLAN oder ATI- und NVIDIA-Grafikkarten wird behandelt.

Hier der Link zu Ubuntu Switcher: http://leszek.lesner.googlepages.com/ubuntu-switcher

Werbeblocker erkennen in Wordpress

28. Dezember 2008 von zimon

Da mittlerweile schon viele Leute Werbeblocker verwenden und dies den Umsatz senkt, wäre es schön, wenn man den User bitten könnte seinen Werbeblocker für die eigene Seite abzuschalten.

Im Internet habe ich nun eine Möglichkeit gefunden genau dies zu tun. Wie man dies in Worpress umsetzt werde ich hier erläutern:

Idee

Wir versuchen am Anfang der Seite ein Script aufzurufen, welches in einem tief verschachtelten Ordner liegt. Die Ordnernamen sind alle Keywords für die Adblocker wie “ads”, “click”, “adserver”,…

Wird das Script aufgerufen, so ist kein Werbeblocker aktiv, denn dieser hätte den Aufruf des Scripts verhindert (wegen der vielen Keywords). In diesem Fall wird eine Variable auf true gesetzt.

Später im Quelltext (am besten da wo die Werbung angezeigt wird) macht man nun eine Abfrage, ob die Variable auf true steht (was bedeutet, dass kein Werbeblocker aktiv ist). Tut sie es nicht, soll ein alternativer Text ausgegeben werden, der den User darum bittet seinen Werbeblocker für die Seite abzuschalten.

Umsetzung in Wordpress

Ich benutze den Adsense-Manager um Adsense Werbung auf der Seite zu zeigen und werde auch darauf eingehen.

Als erstes erstellen wir unser Testscript, was in einem tief verschachtelten Ordner liegt (die Ordner müssen natürlich alle erst angelegt werden):

Bei mir liegt das Script in http://zinformatik.de/werbung/banner/ads/adserver/advertising/click/adsense/ad.js.

Die Datei ad.js hat nur eine Zeile:

var werbeblocker = true;

Nun rufen wir das Script im Header auf. Dafür fügen wir folgende Zeile ans Ende der header.php an:

<script src="http://zinformatik.de/werbung/banner/ads/adserver/advertising/click/adsense/ad.js" 
type="text/javascript"></script>

Die Domain (zinformatik.de) muss natürlich angepasst werden.

Nun fragen wir die Variable ab. Wer den Adsense-Manager verwendet, kann den Code einfach in den Einstellungen der einzelnen Banner vor den Werbeblock einfügen. Dafür gibt es ein extra Feld. Nun güt man zu jedem Banner in der Liste den entsprechenden Code ein (je nachdem, ob es ein horizontales oder vertikales Banner ist)

Wenn man den Adsense-Manager nicht verwendet, muss man den Code von Hand an die Stellen im Code einfügen, wo der Hinweis an den User erscheinen soll (z.B. vor jedem Auftreten des Werbecodes).

Hier mein Code, den ich anstelle von horizontalen Bannern verwende:

<script type="text/javascript"> 
	try { 
		if (!werbeblocker) { 
			zeigemeldung = true; 
		} else { 
			zeigemeldung = false; 
		} 
	} catch(e) { 
		zeigemeldung = true; 
	} 
	if (zeigemeldung) { 
		document.write("<div class="adblock"><table><tr>
			<td><img src="http://zinformatik.de/warning.png"></td>
			<td>Diese Seite wird durch Werbung finanziert.<br /> 
				Bitte deaktiviere Deinen Werbeblocker für diese Seite!</td>
		</tr></table></div>"); 
	} 
</script>

Der folgende Code ist für dier Ersetzung vertikaler Banner:

<script type="text/javascript"> 
	try { 
		if (!werbeblocker) { 
			zeigemeldung = true; 
		} else { 
			zeigemeldung = false; 
		} 
	} catch(e) { 
		zeigemeldung = true; 
	} 
	if (zeigemeldung) { 
		document.write("<div class="adblock"><table>
			<tr><td><img src="http://zinformatik.de/warning.png“></td></tr>
			<tr><td>Diese Seite wird durch Werbung finanziert.<br /> 
				Bitte deaktiviere Deinen Werbeblocker für diese Seite!</td></tr>
		</table></div>"); 
	} 
</script>

Auch bei diesen beiden Codeschnipseln muss die Domain (zinformatik.de) entsprechend ersetzt werden.

In die style.css  fügen wir  nun noch folgende Klasse ein um die Ausgabe zu formatieren:

.adblock {
	background-color: #ff0000;
	color: #000000;
	text-align: center;
	font-family: 'Trebuchet MS', 'Lucida Grande', Verdana, Arial, Sans-Serif;
	font-weight: bold;
	font-size: 1.6em;
}

Das Bild stammt aus den Wikimedia Commons und kann hier herunter geladen werden. Ich habe es noch auf eine Höhe von 100px zugeschnitten.

StayOnline – Timeout bei Webkicks Chat verhindern

27. Dezember 2008 von zimon

Ich hab vor einiger Zeit mal ein kleines Java-Programm geschrieben, um den Timeout beim Webkicks Chat zu umgehen. Dies möchte ich hier nun vorstellen: StayOnline

Das StayOnline Hauptfenster

Das StayOnline Hauptfenster

Bisher gab es das Bottertool, welches diesen Zweck erfüllte. Jedoch nur für Windows.

StayOnline ist unter der GPL veröffentlicht und unterstützt wie das Bottertool einige Replacer (wenn auch nicht alle) und hat eine Funktion “bei Logout schließen”, die das Programm schließt, wenn keine Verbindung mehr besteht (allerdings erst, wenn die Zeit abgelaufen ist, da erst beim Senden erkannt werden kann, ob noch eine Verbindung besteht)
Der Text kann jederzeit geändert werden, also auch während der Countdown läuft.

Vorraussetzungen:
Java 1.5 oder höher kann man bei http://java.sun.com kostenlos herunterladen (das jre). Java sollte jedoch auf den meisten Windows Systemen (und auch den meisten anderen Betriebssystemen) bereits installiert sein.

Starten des Programms:
Unter Windows sollte ein Doppelklick genügen.
Auf anderen Systemen (und wenns unter Windows nicht mit Doppelklick funktioniert) geht man in die Konsole (unter Windows:  Start -> Ausführen und dann cmd eingeben)
und gibt dort (im richtigen Verzeichnis, welches man mit cd wechseln kann) “java -jar stayonlinev013.jar” (ohne die “) ein.

Einstellungen

  • Username: ist wohl klar, der Username des Webkicks Users
  • Link zur Message Box: hier kommt der Link zur Message Box rein. Mit rechter Maustaste auf die Message Box im Webkicks Chat klicken und “Linkadresse Kopieren” (oder entsprechendes je nach Browser) auswählen. Dann in den Einstellungen von StayOnline mit Strg+V ins entsprechende Fenster einfügen.
  • Zeit: die Zeit zwischen zwei Nachrichten in Sekunden (900 sind 15 Min)
Einstellungen von StayOnline

Einstellungen von StayOnline

Die Einstellungen werden beim Starten in eine Datei data.txt ins gleiche Verzeichnis geschrieben, in der sich auch die .jar-Datei befindet. Beim erneuten Laden des Programms wird diese geladen und ausgewertet.

Hier die Replacer, wenn man diese sendet werden Sie automatisch ersetzt:

  • $u wird ersetzt durch den Usernamen
  • $cnt wird durch die Anzahl der (vom Programm) gesendeten Nachrichten ersetzt
  • $ver wird durch die Version des Programmes ersetzt

Quelltext selber compilieren:
Hierfür benötigt man das Java JDK. Man entpackt die stayonline_src.zip in einen neuen Ordner und führt in diesem Ordner folgende Befehle aus:

javac *.java

jar cvfm stayonline.jar MANIFEST.MF *.class


Die dabei erzeugte Datei stayonline.jar kann man nun verschieben wie man mag und wie oben beschrieben ausführen. (unter Linux sind afaik keine Rechte zum ausführen notwendig)

Ausführliche Anleitung

Falls das jemandem zu schnell ging oder noch nicht ganz klar ist, wie man das Programm zum laufen bekommt, hier noch eine Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Verzeichnis erstellen: C:ProgrammeStayOnline (kann auch wo anders sein)
  2. Datei Herunterladen und in das Verzeichnis kopieren: stayonlinev013.jar
  3. Doppelklick auf die Datei, dann auf Einstellungen klicken.
  4. Im Chat mit der rechten Maustaste auf die “Message Box” klicken und “Linkadresse kopieren” (oder Sinngemäßes je nach Browser) auswählen.
  5. Bei “Link zur Message Box” einfügen (Strg gedrückt halten und einmal v drücken)
  6. Bei “Text” den gewünschten Text eingeben, der nach ablauf des Timers vom User im Chat gesagt werden soll
  7. Gewünschte Zeit eingeben, wie lange gewartet werden soll bis der Text erneut ausgegeben wird (in Sekunden)
  8. Häckchen bei “bei Logout schließen” machen
  9. Auf OK klicken und dann im Hauptfenster auf Start. Fertig

(Falls sich das Programm bei einem Doppelklick nicht öffnet:
Start->Ausführen dort cmd eingeben. im MSDOS-Fenster java -jar C:ProgrammeStayOnlinestayonlinev013.jar eingeben und Enter drücken.)

Man kann nun noch eine Verknüpfung erstellen, um nicht immer in das Verzeichnis gehen zu müssen um das Programm zu starten:

  1. Rechte Maustaste auf Desktop -> Neu -> Verknüpfung
  2. C:Programme/Java/jre/bin/java auswählen.
  3. Auf OK, bis Verknüpfung fertig ist.
  4. Rechte Maustaste auf die Verknüpfung -> Einstellungen
  5. Den auszuführenden Befehl ändern auf: C:Programme/Java/jre/bin/java – jar C:ProgrammeStayOnlinestayonlinev013.jar
  6. Verzeichnis in dem Das Programm ausgeführt werden soll: C:ProgrammeStayOnline

Fertig


Die Dateien

Stellarium – Ein Planetarium im PC

25. Dezember 2008 von zimon

Da 2009 das Jahr der Astronomie wird stelle ich mal die Planetariumssoftware Stellarium vor.

Die opensource Software läuft unter Windows, Linux und MacOSX.
Man kann es mit Celestia, Home Planet, KStars oder Planetarium 1900 – 2100 vergleichen.

Es wird ein fotorealistischer Himmel mit über 600.000 Sternen gerendert, in den man sehr weit herein zoomen kann.
Die Position der Sterne werden in Echtzeit angepasst, wobei man Ort und Zeit frei wählen kann und auch die Zeit schneller laufen lassen kann.

Man kann die Atmospäre, Nebel, den Boden sowie die Sternbilder (die auf verschiedene Weise angezeigt werden können) an- und ausschalten.
Die Planeten unseres Sonnensystems kann man recht nah heran zoomen, aber auch Nebel und Sternhaufen kann man sich ansehen.

Noch ein paar Eigenschaften:

  • Man kann Aufnahmen machen und diese später wieder abspielen
  • Sonnen- und Mondfinsternis kann simuliert werden
  • Eigene Objekte und Scripte können eingefügt werden
  • Zusätzliche Sternenkataloge zum installieren von über 120 Millionen Sternen
  • Sternschnuppenhäufigkeit ist einstellbar

(und noch einiges mehr)

Auf der offiziellen HP gibt es neben dem Benutzerhandbuch auch ein Wiki mit Schnellstartanleitung, FAQ und Scripten.
Es gibt auch ein Forum (in englisch) auf der Sourceforge Projektseite

Zitat:
Das Programm stellt die derzeit erfolgreichste und grafisch anspruchsvollste freie Software zur Simulation der lichtoptischen Astronomie dar. Einige herausragende Merkmale sind ein fast fotorealistischer Sonnenaufgang und -untergang, Meteore und Grafiken von Planeten, Nebeln und Galaxien.

Quelle Wikipedia ( http://de.wikipedia.org/wiki/Stellarium )

Ein recht interessantes Programm um den Himmel zu erkunden. Vor allem um mit dem Fernglas oder einem Teleskop erste Erfahrungen zu sammeln.

Hier ein Video, welches das Programm in Aktion zeigt: (Bei Youtube gibts noch mehr)

YouTube Preview Image
(Link: http://www.youtube.com/watch?v=naWL0FccGDA)

Hier noch einige Links:

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr :-)

Firefox Erweiterung – Read it Later

25. Dezember 2008 von zimon

Die Firefox Erweiterung “Read it Later” gibt einem die Möglichkeit, Seiten kurzzeitig zu speichern um sie zu einem anderen Zeitpunkt zu lesen.

Die Erweiterung ist kompatibel mit Firefox 3.0b3 – 3.1bpre3.

Wenn man einen interessanten Artikel oder eine Seite gefunden hat, jedoch gerade keine Zeit hat diese zu lesen hat man normalerweise nur 2 Möglichkeiten: Das Tab geöffnet zu lassen oder die Seite zu den Lesezeichen hinzuzufügen.

Offene Tabs können mit der Zeit ziemlich unübersichtlich werden und benötigen unnötig Ressourcen.

Lesezeichen muss man erst wieder suchen und vergisst man auch schnell.

Mit Read-it-Later wird in der Adressleiste neben dem Stern ein Häckchen angezeigt. Klickt man auf dieses, so wird die Seite in einen eigenen Lesezeichenordner gespeichert. (In den Optionen kann man auch einstellen, dass sich die Seite dabei direkt schließt).

In der Werkzeugleiste taucht auch ein neues Icon in Form eines Buches auf. Klickt man darauf, so wird eine Seite aus den vorgemerkten Lesezeichen geladen und das Lesezeichen gelöscht. Mit einem Drop-Down Menü lässt sich auch eine spezielle Seite aus den Read-it-Later Lesezeichen öffnen.

Die Seiten kann man beim hinzufügen in die Read-it-Later Lesezeichen auch automatisch offline verfügbar machen.

Read-it-Later kann auch mit einem online Bookmarkservice kombiniert werden, so dass man seine vorgemerkten Lesezeichen als RSS-Feed abonieren kann oder von verschiedenen Systemen aus Zugang zu ihnen hat.

Ich habe diese Erweiterung nun seit ein paar Tagen installiert und richtig zufrieden damit. Ich habe nicht mehr so viele Tabs geöffnet und möchte dieses Feature nicht mehr missen.

Hier der Link zur Downloadseite: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/7661

vi bzw vim – der Editor aus der Hölle

23. Dezember 2008 von zimon

Als erstes stelle ich mal meinen Lieblingseditor vor.
Den opensource Clon von vi, dem Editor aus der Hölle: vim – Abkürzung für Vi Improved.

vim ist quasi vollständig kompatibel zu vi und der beliebteste vi Clon, den es gibt. Deswegen meinen die meisten auch vim, wenn sie von vi reden. Darüber hinaus bietet vim noch viele zusätliche Funktionen.
Unter Linux ist der Befehl vi meistens mit dem Editor vim verknüpft, so dass man den vim läd, wenn man vi eingibt.

vi wurde 1976 entwickelt und gilt heute immer noch als einer der mächtigsten Texteditoren überhaupt (der einzige, der heran reicht ist wohl emacs).

vi und vim sind kommandozeilenbasiert, es gibt von vim jedoch auch eine Version mit grafischer Oberfläche (die jedoch nicht mehr kann). Dadurch ist es möglich vim komplett ohne Maus zu bedienen, was einen gewaltigen Geschwindigkeitsvorteil bringt.

vim gibt es für alle Betriebssysteme und kann eigentlich mit jedem anderen Editor mithalten.

Wer viel mit Textdateien arbeitet und seine Geschwindigkeit drastisch erhöhen möchte, dem empfiehlt es sich sehr, sich diesen Editor mal anzusehen.

Leider ist die Einarbeitungszeit recht hoch, doch die Zeit holt man später locker wieder raus.
Es ist wie beim 10-Finger schreiben, man wird erst etwas langsamer, weil man versuchen muss, die Tasten mit den richtigen Fingern zu drücken, aber später wird man dafür umso schneller.

Es gibt 3 Modi im vi: den Kommandomodus, den Einfügemodus und den Execution Modus. Normalerweise befindet man sich im Kommandomodus, wo man sehr viele Möglichkeiten hat sich im Text zu bewegen. Unter anderem:

  • Ein oder mehrere Zeichen nach vorne oder hinten
  • Eine oder mehrere Zeilen nach oben oder unten
  • Ein oder mehrere Wörter nach vor oder zurück (Wobei es zwei verschiedene definition von Wort gibt, einmal durch Leerzeichen getrennt und einmal durch Sonderzeichen sowie ,.() und ähnliches)
  • Vorwärts oder rückwärts zum nächsten (oder x-ten) vorkommen eines Zeichens
  • Springen zu einer Zeile (Zeilennummern kann man sich anzeigen lassen)
  • Springen zum Anfang oder Ende einer Zeile oder der Datei
  • ganze oder halbe Seiten hoch oder runter scrollen Für fast jeden dieser Befehle ist nur ein Tastendruck (und die eingabe für die Anzahl, wenn mehr als 1) nötig.

Darüber hinaus gibt es noch weitere Funktionen um Text zu kopieren, zu löschen einzufügen oder zu ändern (wobei man mit den oben genannten Bewegungsbefehlen angeben kann, wie bis wohin die Aktion gehen soll)
Fast allen Befehlen kann man eine Zahl vorranstellen, die angibt, wie oft der Befehl ausgeführt werden soll. Mit 5w kann man z.B. 5 Wörter weiter springen, mit 3dw die nächsten 3 Wörter löschen…

Die Befehle lassen sich (zumindest meistens) recht gut merken, da sie die Anfangsbuchstaben der jeweiligen englischen Befehle sind (d=delete, w=word, c=change …)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um in den Einfügemodus zu kommen (vor dem Cursor, hinter dem Cursor, am Anfang oder Ende der aktuellen Zeile), wo man dann wie gewohnt Text eingeben kann. Mit Escape kann man diesen dann wieder verlassen.

Der Execution Modus (kurz Ex-Modus) ist für komplexere Befehle und wird mit dem Doppelpunkt eingeleitet. Mit diesem kann man zum Beispiel Reguläre Ausdrücke über einen ganzen Text oder einen Textbereich laufen lassen. Er wird auch zum Öffnen, Speichern und Wechseln von Dokumenten gebraucht. Im Ex-Modus kann man auch Einstellungen ändern.

vim verfügt zusätzlich (neben anderen Modi) über einen visuellen Modus, mit dem mann sehr schnell Text markieren kann, um ihn dann zu kopieren oder zu ersetzen (oder ähnliches).

Ein weiterer Vorteil von vi ist der schnelle Umgang mit sehr großen Dateien. So läd vi eine 100MB Textdatei in 5-10 Sekunden – aber komplett, so dass man in Bruchteilen von Sekunden an jede beliebige Stelle der Datei springen kann (versucht das mal mit anderen Editoren… der Windowseditor Notepad weigert sich sogar solch große Dateien zu öffnen)

Weitere Features des vim:

  • Tabs (Reiter)
  • Bearbeiten von Dateien direkt auf einem FTP-Server
  • Session Management
  • Setzen von Markierungen im Text und schnelles Springen dorthin (bis zu 26)
  • Mehrere (26) Register zur Zwischenablage von Text
  • Aufzeichnen von Befehlsfogen um diese zu wiederholen
  • Syntaxhighlighting für fast alle Programmier- und Beschreibungssprachen
  • Definieren von eigenen Tastenkombinationen
  • Bearbeiten von mehreren Dateien gleichzeitig, die man nacheinander durchgehen kann und/oder horizontal oder vertikal (auch mehrfach) splitten kann
  • Autovervollständigung von Wörtern, die schon im Text vorkommen
  • Wiederholen des letzten Befehls mit Punkt (.) (oft sehr praktisch)
  • Anzeige von Unterschieden (diff) zweier Dateien (z.B. zum Vergleich zweier Versionen)
  • automatische oder manuelle Definition von Faltungen. Das heißt eine gewisse Anzahl von Zeilen (z.B. eine ganze Funktion) auf eine Zeile reduzieren (ausblenden)

Darüber hinaus gibt es noch spezielle Funktionen für Programmierer wie z.B.

  • Springe zur korrespondierenden Klammer
  • Markiere (automatisch) korrespondierenede Klammern
  • Springe zur nächten/vorherigen Funktion
  • Springe zur Deklaration einer Variablen
  • Autocomplete dateiübergreifend (sucht in includierten Dateien) als Plugin
  • Aufruf von make aus vi heraus. Bei Fehlern kann man dann immer zum nächsten Fehler springen.

vim kann über Plugins noch erweitert werden (z.B. Syntaxhighlighting für weitere Sprachen, Tools für bestimmte Programme/Sprachen…). Es gibt über 2000 Plugins. So gibt es z.B. auch ein komplettes Toolset für LaTeX.

Wer vim einmal ausprobiert hat und gefallen an der Bedienung gefunden hat, den könnte auch das Firefox Add-On Vimperator interessieren. Mit diesem kann man den Firefox mit (fast) genau den gleichen Tastenkombinationen bedienen wie vim. Man braucht quasi keine Maus mehr um mit dem Firefox zu surfen. Wer vim beherrscht hat sich ziemlich schnell in den Vimperator eingearbeitet.

Für Linuxuser gibt es auch noch die grafische Oberfläche wmii, die anders als KDE oder Gnome komplett über die Tastatur bedienbar ist. Auch hier sind die Befehle an vim angelehnt. wmii ist bei fast jeder Distribution dabei und braucht nur über den jeweiligen Paketmanager installiert zu werden.

Debian und Ubuntu User aufgepasst: standardmäßig wird eine kleinere Version des vim (vim.tiny) installiert, dem viele Funktionen fehlen. Mit apt-get kann man aber den richtigen vim installieren. Bei anderen Distributionen kann dies auch der Fall sein (am besten im Paketmanager nachschauen).

Übrigens: “In the middle of evil theres vi”

In der Kategorie vim Tipps werde ich immer mal wieder praktische Tipps und Tricks zu vim veröffentlichen.

Hier ein paar Videos, die einige der Features von vim zeigen.

Find es schade, dass Markierungen, Faltungen und einige andere coole Dinge auf keinem der Videos zu sehen sind. Trotzdem teilweise recht beeindruckend. Das beste Video hab ich mal eingebunden:

YouTube Preview Image

(Link: http://youtube.com/watch?v=BE37aawMBZs)
http://youtube.com/watch?v=pCiVCiku3cM
http://youtube.com/watch?v=IMC9PtXwCtI
Bei Youtube gibts noch mehr Videos.

Siehe auch: Linkliste zu vim

Linkliste zu Handy Displays

23. Dezember 2008 von zimon

Hier einige Seiten, Artikel und Diskussionen rund um die Ansteuerung von Handydisplays.
Vor allem Nokia 6100 und Siemens S65

Siemens S65:

Nokia 6100:

Nokia 3310:

Linkliste zum Funkmodul RFM12

23. Dezember 2008 von zimon

Infos, Codebeispiele und Projekte zum Funkmodul RFM12
Das RFM12 433MHz Funkmodul ist ein recht leistungsfähiges Modul mit SPI-Schnittstelle. Da es sehr günstig ist, gibt es auch schon einige Leute, die sich damit beschäftigt haben.

Es gibt das Funkmodul auch mit 868MHz sowie nur als Empfänger (RFM01) oder Sender (RFM02). Darüber hinaus gibt es auch Varianten mit anderem Layout (RFM12B) und mehr Leistung (RFM12BP)

Infos:

Projekte:

Codebeispiele:

Eagle-Layouts:

Bezugsquellen:

Sonstiges:


Bloggeramt.de frisch gebloggt Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de